Angehenden StudentInnen in Liberia mangelt es an grundlegenden Kenntnissen in Mathe und Englisch, weshalb 25000 von 25000 SchulabgängerInnen am Zulassungstest der staatlichen Uni gescheitert sind: SpOn
Anstatt mit Schuldzuweisungen um sich zu werfen, sollten sich die Beteiligten lieber zusammensetzen und überlegen, wie man die Bildungssituation des Landes nachhaltig verbessern könnte. Also ich hätte da ja ne Idee...
Samstag, 7. September 2013
Samstag, 17. August 2013
Malalas Rede vor der UN
Und was habt ihr an eurem 16. Geburtstag so gemacht? Diese großartige Rede kann sich durchaus neben Charlie Chaplin, Gandhi oder Martin Luther King einreihen:
"Dear brothers and sisters, we want schools and education for every child's bright future. We will continue our journey to our destination of peace and education for everyone. No one can stop us. We will speak for our rights and we will bring change through our voice. We must believe in the power and the strength of our words. Our words can change the world.
Because we are all together, united for the cause of education. And if we want to achieve our goal, then let us empower ourselves with the weapon of knowledge and let us shield ourselves with unity and togetherness."
"Dear brothers and sisters, we want schools and education for every child's bright future. We will continue our journey to our destination of peace and education for everyone. No one can stop us. We will speak for our rights and we will bring change through our voice. We must believe in the power and the strength of our words. Our words can change the world.
Because we are all together, united for the cause of education. And if we want to achieve our goal, then let us empower ourselves with the weapon of knowledge and let us shield ourselves with unity and togetherness."
Donnerstag, 15. August 2013
Liberianische Bildungsministerin lobt unsere Projekte
Wilfred hat sich vor ein paar Tagen mit der Bildungsministerin von
Liberia (Etmonia Tarpeh) getroffen und ihr unsere Projekte vorgestellt.
Sie war begeistert von unserem Einsatz und ist überzeugt, dass es genau
diese kleinen Projekte sind, die dem Bildungssystem wohl am meisten
helfen. Frau Tarpeh hat uns auch in Aussicht gestellt, dass wir als
registrierte Hilfsorganisation keine Mehrwertsteuer für Bildungsmaterial
zahlen müssen. Dazu müssen wir jedoch erst mal gut $1500 zusammen bekommen, aber ich will in den nächsten Tagen unsere Website überarbeiten und eine große Spendenaktion starten. Stay tuned...
Sonntag, 24. März 2013
Gut Ding will Weile haben
Liebe LeserInnen,
das Helping Hands Network hat seit heute eine eigene Website:
http://www.2hnet.org/
Ich arbeite in den nächsten Tagen und Wochen am Inhalt und werde euch dann hier auf dem Laufenden halten.
das Helping Hands Network hat seit heute eine eigene Website:
http://www.2hnet.org/
Ich arbeite in den nächsten Tagen und Wochen am Inhalt und werde euch dann hier auf dem Laufenden halten.
Sonntag, 14. Oktober 2012
AtmosFAIR
Wie fängt man so einen
Post nur an? Man will sich von Schleichwerbung distanzieren und doch
gleichzeitig auf ein tolles (wenn auch kommerzielles) Projekt
hinweisen. Man will unser generelles Konsum- und Reiseverhalten
kritisieren und dabei nicht mit erhobenem Zeigefinger daherkommen.
Man will zeigen, dass man mit seinem Geld auch gute Dinge anstellen
kann und dabei nicht angeberisch wirken. Schwierig... aber immerhin
der Anfang ist mir jetzt gelungen ;-)
Jedes Mal, wenn ich
mich mit dem Zusammenhang von klimaschädlichen Emissionen,
Klimawandel und dessen Konsequenzen beschäftige, fasse ich mir an
den Kopf und frage mich, wie wir sowas nur zulassen können und uns
mit unserem Konsumverhalten selbst noch daran beteiligen! Ich will
mich auch gar nicht auf irgendwelche unseriösen Studien-Szenarien
(von beiden Seiten!) stützen oder mit allzu konkreten und damit
unglaubwürdigen Zahlen um mich werfen, sondern die
Schlussfolgerungen dem gesunden Menschenverstand überlassen: Wir
produzieren momentan (viel!) mehr CO2, als unsere Erde kompensieren
kann, der Ausstoß nimmt exponentiell zu und wir verstärken somit
den Treibhauseffekt. Gletscher und Packeisflächen sind in den
letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen, die Weltmeere steigen
an und werden saurer, Wetterextreme wie Dürren oder Überschwemmungen
nehmen zu,...
Ich könnte jetzt auch
noch was über den ökologischen Fußabdruck erzählen, aber da meine
Posts angeblich zu lang sind, möchte ich schnell zum Punkt kommen:
Durch den Flug von Frankfurt über Brüssel nach Monrovia habe ich so
viel CO2 erzeugt, wie ich im ganzen Jahr klimaneutral erzeugen
dürfte. Um mein Gewissen und vor allem die Umwelt nicht ganz so
stark zu belasten, habe ich diese Menge CO2 für 49€ bei Atmosfair
kompensiert. Die machen damit Klimaschutzprojekte, Aufklärungsarbeit,
Aufforstung und ähnliches, um CO2 einzusparen, zu vermeiden oder
abzubauen.
Was will ich damit
sagen? Nun, wenn Tilman einmal in zwei Jahren einen
Mittelstreckenflug macht, entstehen dabei CO2-Emmissionen, deren
Kompensation 49€ kostet. Wie viele Menschen fliegen aber täglich
um die Welt, ohne ihre Emissionen zu kompensieren – geschweige
denn, sich dafür interessieren?! Es ist so unglaublich, mit welcher
Selbstverständlichkeit wir unsere Welt zerstören und unter dem
Vorwand der persönlichen Freiheit zum Shoppen nach Mailand oder für
einen Kurztripp in die Malediven fliegen. Ah!
Ich frage mich sowieso,
weshalb es Flugverbindungen zwischen Brüssel Frankfurt gibt. Der
Flug dauert zwar nur 35Minuten, aber mit Einchecken,
Sicherheitskontrolle, Boarding, Warteschleife, Bus zum Terminal und
Gebäck abholen kann man auch gleich den ICE nehmen, der es in knapp
3h schafft. Anstatt Glühbirnen zu verbieten, sollte man
Kurzstreckenflüge verbieten, bei denen es eine mindestens halb so
schnelle Alternative gibt. Und die Mitglieder des Bundesverbands der
Deutschen Luftverkehrswirtschaft (
http://www.bdl.aero/de/themen-positionen/wirtschaft/luftverkehrsteuer/
) gehören alle strafversetzt in den südamerikanischen Regenwald, um
dort Bäume zu pflanzen!
Ansonsten können wir
uns auch bald die 4°C Erwärmung (als realistischere Korrektur des
2°C-Ziels) abschminken.
Samstag, 13. Oktober 2012
LehrerfortBILDung
Ich lobe mich ja nur eher selten selbst und bin verdammt gute Lehrevaluationen ja auch schon gewohnt (huch, da ist es schon wieder passiert...), aber die kleine Evaluation unserer Lehrerfortbildung war wirklich sehr bestärkend: 97% der Lehrer fanden die Fortbildung "very helpful" und ein einziger fande sie nur "helpful". Die Freitextkommentare waren noch viel krasser und haben uns gezeigt, dass wir genau an der richtigen Stelle ansetzen und die Lehrer und wir hoffen, dass das nicht die letzte Fortbildung gewesen ist! Aber dazu wann anders mehr, wenn wir unseren "Action Plan" für die nächsten Monate ausgearbeitet haben. Jetzt will ich erst mal ein paar Bilder der Lehrerfortbildung für sich sprechen lassen:
| Wer will Schnapspralinen? |
| Na, welche Bewegungsformen liegen vor? |
| Verpflegung |
| Was ist schneller am Boden: Das kleine oder das große Stück Kreide? |
| Die Lehrer beim Experimentieren |
| Eine Sekunde für 2.5 Meter? |
| Mein Handy war auch nicht viel genauer... |
| Warum ist es in Heidelberg kälter als in Monrovia? |
| Am Ende hatten die Lehrer noch ein Dankeschön für mich! |
| Gruppenfoto! |
| Die Lehrer der Schule, in deren Räumen wir das Training gemacht haben |
| Meine zwei Streber!^^ |
| Mathelehrer und Bürgerkriegsveteran - hey, er wollte das Foto! |
Die Lichter der Großstadt 2
Ich kann im Flugzeug
einfach nicht schlafen! Vor allem, wenn es so spannende Dinge wie
Gewitter, Leere oder die Straße von Gibraltar von oben zu sehen
gibt... Und hier in Brüssel (wo ich diesen Post gegen 6Uhr morgens
gerade verfasse), gibt es nur diese pennerunfreundlichen Bänke mit
festen Armlehnen. Also nutze ich die Zeit und fasse meinen letzten
Tage zusammen:
Die Lehrerfortbildung
und vor allem der letzte Tag waren noch mal richtig toll! Donnerstag
mussten wir noch ganz viel organisatorisches Zeug erledigen,
Zertifikate ausstellen, Evulationsbögen erstellen und Freitag waren
wir noch mal in Monrovia. Zu erst hat mir Wilfred das Nationalmuseum
gezeigt und nun ja, es war auf jeden Fall einen Besuch wert! Es war
zwar klein, dunkel, dreckig und die wenigen erklärenden Hinweise
waren mit Tesa teilweise direkt an die Ausstellungsstücke geklebt,
aber dafür waren die Exponate selbst sehr... interessant. Es gab
ganz viele traditionelle Masken der liberianischen Stämme, die diese
zur Identifikation benutzt haben und Tatsache: Die sahen wirklich
alle individuell aus! Dann gab es aber auch so banale Dinge wie den
linken Schuh irgendeines liberianischen Präsidenten und direkt
daneben die Gründungsurkunde Liberias. Besonders beeindruckend fande
ich eine Fotoausstellung zum Bürgerkrieg, die den ganzen Schrecken,
das ganze Leid aber auch die vielen Hilfsmaßnahmen und die
Solidarität in der Bevölkerung gezeigt haben.
Danach sind wir auf den
Großmarkt gefahren und auf dem Weg dorthin ist mir der erfreulich
unkomplizierte, um nicht gar zu sagen demokratische, Umgang mit der
StVO aufgefallen: Wenn auf der 4-spurigen Hauptstraße Stau in
Richtung Innenstadt ist, werden eben 3 Spuren stadteinwärts und nur
eine stadtauswärts genutzt – auch ein Vorteil von fehlender
Fahrbahnmarkierung. Der Markt selbst war eine Lawine von
Sinneseindrücken unterschiedlichster Art. Vom Fleisch- und
Fischmarkt (bei schwülen 30°C), über die Frucht- und Gewürzstände,
den bunten Stoffen und kitschigen Gebrauchsgegenständen aus buntem
Plastik, bis hin zu exotischen Gemüse und Süßkram, den ich ja
alles probieren musste. Wilfred hat mir dann auch eingeredet, dass
ich ne Koka-Nuss mit ihm essen muss und das war keine so gute Idee. Die
war schrecklich bitter und ich hatte den ganzen Tag Angst, dass ich
davon auf der Rückreise Durchfall bekomme – war aber nicht der
Fall!
Frisch eingedeckt mit
allerlei Mitbringsel, exotischem Essen und Souveniers, ging es wieder
zurück zu Wilfred, wo ich mich von der großen Familie (also allen
„brothers“ und „sisters“) verabschiedet habe und dann haben
mich Shirley, Prince und Wilfred zum Flughafen gebracht. Auf dem Weg
dorthin habe ich noch mal alle geografischen und klimatischen
Highlights Liberias erleben dürfen. Beim Abschied musste ich Wilfred
versprechen, dass wir uns bald wiedersehen, was mir nicht
sonderlich schwer gefallen ist, denn entweder werde ich ihn bald
wieder besuchen oder ihn mal nach Deutschland einladen.
Mein Eindruck vom
Flughafen war vor allem kalt! Aber auch in vielen anderen
offizielleren Gebäuden ist mir schon aufgefallen, dass die stark
unterklimatisiert sind. Wilfred meinte, dass das für die so eine Art
„First World“ Standard ist. Naja, dann sollten die sich lieber
ein gebührenfreies Bildungssystem als Standard setzen und nicht den
sowieso schon so spärlich vorhandenen Strom für sowas verschwenden.
Ansonsten gab es im Flughafen überteuerte Souvenirs und einen kurzen
Sprint durch den Starkregen zum Flugzeug.
Beim Abflug aus Ghana vor 2
Jahren habe ich – wie der geneigte Leser sicher noch weiß – über
die Lichter Accras philosophiert: bunt, verschiedenfarbig, chaotisch
aber doch einladend, sympathisch und wunderschön! Liberia bei Nacht
von oben ist einfach nur dunkel. Hier und da erkennt man ein Feuer
oder ein Motorradlicht, aber ansonsten ist es wirklich stockdunkel.
Als ich dann gerade im Landeanflug auf Brüssel diese ganze
hellbeleuchtete Metropolenregion gesehen habe, kam ich mir vor wie
bei einer Zeitreise in eine futuristische Zukunftsstadt. So doof das
klingen mag, aber diese ganzen gleichen, symmetrischen
Straßenbeleuchtungen, Industrieanlagen und Innenstädte hatten echt
was von Science Fiction.
Ach ja: Bei Brussels
Airline sind die Durchsagen erst auf Belgisch, dann Englisch und dann Französisch und ich verstehe die französischen Durchsagen fast am
besten. Das liegt entweder an meinen überragenden
Französischkenntnissen oder einfach am schrecklichen belgischen
Englisch... Durch dieses Spracherlebnis beflügelt wollte ich mir
gerade auf Französisch nen Tee bestellen, nur entweder hatten die
keinen Kräutertee, oder es gibt das Wort „the herbale“ nicht.
Ich habe dann die erstbeste Alternative genommen, die mir der Typ
angeboten hat und den Preis hat er mir dann auch auf Englisch
genannt... Dieser Tee war zwar der teuerste (3€ für 0,2l) und
schlechteste Tee, den ich jemals getrunken habe (außerdem habe ich
im Nachhinein festgestellt, dass es Lipton und damit Unilever
war...), aber ich habe ihn auf Französisch bestellt!
Ich sitze immer noch in
Brüssel, die Sonne ist mittlerweile aufgegangen und das Boarding für
den Flug nach Frankfurt beginnt gleich. Wenn ihr diesen Post lest,
bin ich in Heidelberg angekommen und hole wahrscheinlich gerade
Schlaf nach.
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